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Archäologie und Kunstgeschichte: Dunhuang, Nara, Ikonografie

Mogao-Höhle 220 (642), Gemälde aus Höhle 17, die Triade des Yakushi-ji: datierte Werke und Datierungsdebatten.

Chinesische Wandmalerei
Chinesische Wandmalerei · ~1319 · The Metropolitan Museum of Art

Was die Quellen sagen

  • Gesichert

    In der Mogao-Höhle 220 bei Dunhuang zeigt die Nordwand eine große Komposition der sieben stehenden Medizinbuddhas mit Bodhisattvas, Generälen, Lampen und Tänzern. Tuscheinschriften aus dem 16. Jahr der Ära Zhenguan (642) datieren das Bild; gestiftet wurde die Höhle von der Familie Zhai.

    Quellen 1 2 3

  • Gesichert

    Höhle 17 von Mogao (die versiegelte „Bibliothekshöhle“) lieferte Aurel Stein Seidenmalereien des Medizinbuddha, die heute im British Museum sind, darunter ein großes „Paradies des Bhaiṣajyaguru“ (1919,0101,0.32) und ein Bild des Buddha mit Schale (1919,0101,0.27, spätes 9.–frühes 10. Jahrhundert).

    Quellen 4 5 6

  • Umstritten

    Das große Paradies des Bhaiṣajyaguru trägt chinesische und tibetische Inschriften, die es auf 836 datieren; das International Dunhuang Programme merkt an, dass es auch später entstanden sein könnte.

    Quellen 6 4

  • Gesichert

    Der Yakushi-ji wurde 680 von Kaiser Tenmu für die Genesung der Kaiserin gelobt und um 718 von Fujiwara-kyō nach Nara (Heijō-kyō) verlegt. Er gehört zu den „Historischen Denkmälern des alten Nara“ (UNESCO).

    Quellen 7 8

  • Umstritten

    Wurde die feuervergoldete Bronzetriade der Goldenen Halle des Yakushi-ji Ende des 7. Jahrhunderts in Fujiwara-kyō gegossen und nach Nara gebracht, oder nach 718 in Nara neu gegossen? Das ist eine der großen Debatten der japanischen Kunstgeschichte; JAANUS datiert sie „spätes 7. Jahrhundert oder 718“.

    Quellen 9 10 7

  • Gesichert

    In Japan ist das typische Attribut des Yakushi das Arzneigefäß in der linken Hand; es wird in den Sūtras nicht beschrieben, und frühe japanische Bilder lassen sich kaum von denen des Shaka (Śākyamuni) unterscheiden.

    Quellen 9

  • Gesichert

    In der tibetischen und himalayischen Kunst ist er meist blau, sitzend, mit einer Schale in der linken und einem Myrobalanenzweig in der rechten Hand.

    Quellen 11

Japanische Statue
Japanische Statue · 1888 · Shin-Yakushi-ji · 小川一真 (Ogawa Kazumasa)

So liest man die Etiketten

Gesichert Umstritten Hypothese Glaube

Gesichert: in den Quellen belegt und von Fachleuten anerkannt. Umstritten: Fachleute sind uneinig. Hypothese: vorgeschlagen, nicht bewiesen. Glaube: was die religiöse Überlieferung sagt, ohne historischen Anspruch.

Quellen

  1. Dunhuang Academy (敦煌研究院), 莫高窟第220窟. www.dha.ac.cn
  2. University of Washington Dunhuang Project, “Mogao Cave 220 Overview”. www.dunhuang.ds.lib.uw.edu
  3. UNESCO World Heritage Centre, “Mogao Caves”. whc.unesco.org
  4. British Museum, 1919,0101,0.32, Paradise of Bhaiṣajyaguru, ink and colour on silk, Cave 17, Dunhuang. www.britishmuseum.org
  5. British Museum, 1919,0101,0.27, painting of Bhaiṣajyaguru holding a bowl, late 9th–early 10th century. www.britishmuseum.org
  6. International Dunhuang Programme (British Library), “Shaping the Stein collection’s Dunhuang corpus (2)”. idp.bl.uk
  7. Yakushi-ji (official site), “Yakushiji Digital Picture Scroll”. www.yakushiji.or.jp
  8. UNESCO World Heritage Centre, “Historic Monuments of Ancient Nara”. whc.unesco.org
  9. JAANUS (Japanese Architecture and Art Net Users System), entry “Yakushi”. www.aisf.or.jp
  10. CiNii Research, “On the creation and transfer of the Yakushi Triad at Yakushiji”. cir.nii.ac.jp
  11. Raoul Birnbaum, The Healing Buddha, Shambhala, 1979 (rev. 1989). (Buch)

Links geprüft am 15. Oktober 2026.

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